Jugend präsentiert

Ein Projekt der:
Klaus Tschira Stiftung gGmbH
In Kooperation mit:
Wissenschaft im Dialog gGmbH

Presseinformation, 22.09.2012

Jugend präsentiert startet deutschlandweit

Drei Sieger des Pilotwettbewerbs Jugend präsentiert zeigen, wie Naturwissenschaften vermittelt werden können

Mit seinem Finale am 22. September 2012 beendet Jugend präsentiert seine Pilotphase und geht nun bundesweit an den Start. Den ersten Platz dabei belegten Lars Großmann (16) und Jonas Kraft (16) vom Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium aus Durmersheim, die mit fachlicher Sicherheit und anschaulich die Frage beantworteten: „Leitet Wasser eigentlich Strom?“. Für den zweiten Platz erklärten Noemi Lücking (16) vom Markgrafen-Gymnasium in Durlach und Alicia Rohnacher (15) vom Gymnasium Karlsbad in Langensteinbach, wie die Wasserspinne unter Wasser überleben kann und führten dafür das Publikum durch die Lebenswelt der Wasserspinne. Luai Malek (14) vom Bismarck-Gymnasium in Karlsruhe überzeugte die Jury mit einer humorvollen Präsentation zum Thema „Wie löst sich Salz in Wasser auf?“ Als vierter Finalist überzeugte Max Ackermann (12) vom Gymnasium Englisches Institut in Heidelberg mit seiner gekonnten Präsentation „Kann Wasser Sprengstoff sein?“.

Beim Finale der Pilotphase von Jugend präsentiert im Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg kürte die Jury aus 24 Bewerbern nicht nur die spannendsten und lebendigsten Präsentationen als die besten – gleichzeitig wurde auch der Startschuss für die bundesweite Öffnung des Projektes gegeben. Ab jetzt können weiterführende Schulen aus ganz Deutschland am Projekt Jugend präsentiert teilnehmen. Lehrer interessierter Schulen können nun an den Multiplikatorentrainings zum Einsatz des Programms im Unterricht teilnehmen. Schüler können sich mit einer Präsentation per Video um die Teilnahme am Wettbewerb bewerben. Einsendeschluss hierzu ist der 31. März 2013.

Wie man den Inhalt seiner Präsentation seinen Zuhörern nahe bringt, zeigten eindrucksvoll die Wettbewerbssieger Lars Großmann und Jonas Kraft, indem sie dem Publikum einleuchtend erläuterten, warum man Strom und Wasser besser nicht miteinander in Verbindung bringt. Dazu erklärten sie in einer anschaulichen Power Point Präsentation und einem Realexperiment, warum Leitungswasser Strom leitet, destilliertes Wasser hingegen nicht.
Mit dem bundesweiten Projekt Jugend präsentiert möchte die Klaus Tschira Stiftung Schülerinnen und Schüler in ihrer Präsentationskompetenz stärken. Kooperationspartner ist Wissenschaft im Dialog, Berlin. Das Präsentieren nimmt eine immer wichtigere Rolle in der Schule ein. Schüler sollen Fragestellungen und neue Erkenntnisse lebendig und spannend präsentieren und so nachhaltig das Interesse von Gleichaltrigen für die behandelten Themen wecken und den Umgang mit Medien lernen.

Mit der bundesweiten Öffnung des Projekts erscheint das Multiplikatorenhandbuch, das während der Pilotphase von einem Team aus Wissenschaftlern und Lehrern entwickelt wurde und Unterrichtsmaterialien und Übungen zum Projekt enthält. Auf Grundlage dieser Materialien werden verschiedene Trainings zusammengestellt, in denen interessierte Lehrerinnen und Lehrer zu Multiplikatoren ausgebildet werden, sodass diese selbständig Trainings für ihre Kolleginnen und Kollegen ausführen können und praktische Tipps für den Einsatz des Projekts im Unterricht geben. Interessierte Schulen werden zur Teilnahme an einem zweitägigen Multiplikatorentraining eingeladen, das regional für Schulen verschiedener Bundesländer angeboten wird. Informationen hierzu finden sich ebenfalls auf der Projektwebseite.

Die Trainings wurden in 8. bis 10. Klassen im Schuljahr 2011/2012 in Zusammenarbeit mit 24 Pilotschulen verschiedener Bundesländer und der baden-württembergischen Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung getestet.
Ab sofort können sich auch Schüler der 8. bis 12. Klassen aus allen weiterführenden Schulen bundesweit für den Wettbewerb anmelden. In einer ersten Runde reichen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Präsentation zu einem Thema ihrer Wahl per Video ein. Diejenigen, die sich für die zweite Runde qualifiziert haben, nehmen an der Präsentationsakademie teil, wo sie an zwei Tagen von professionellen Trainern und auf Grundlage der Materialien aus dem Multiplikatorenhandbuch für das Finale geschult werden. Das Finale gliedert sich in eine Qualifikationsrunde und die Finalrunde. Die Schüler bereiten insgesamt drei Präsentationen zu einem vorgegebenen Themenbereich vor, die sich nur in dem Einsatz der Präsentationsmedien unterscheiden.

Die Klaus Tschira Stiftung fördert die Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik sowie die Wertschätzung der Öffentlichkeit für diese Fächer. Andere Jugendförderprojekte sind die naturwissenschaftlichen Erlebnistage Explore Science (www.explore-science.info), die frühe Förderung in Kindergarten und Grundschule (www.forscherstation.info) und der Einsatz digitaler Geomedien (www.gis-station.info). Sitz der Stiftung ist Heidelberg.
Nähere Informationen: www.klaus-tschira-stiftung.de

Mit dem Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken, wurde Wissenschaft im Dialog 1999 auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft von den führenden deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Als Partner kamen Stiftungen hinzu. Maßgeblich unterstützt wird Wissenschaft im Dialog (Berlin) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Nähere Informationen: www.wissenschaft-im-dialog.de

Bilder für Ihre Berichterstattung:


Stifter Klaus Tschira mit den Finalisten des Pilotwettbewerbs Jugend präsentiert
© Klaus Tschira Stiftung

Projekt Jugend präsentiert startet deutschlandweit
© Eric Audras/PhotoAlto/Corbis


Kontakt:

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Presse und Kommunikation
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Markus Bissinger
Jugendprojekt Jugend präsentiert
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kontakt [at] jugend-praesentiert.info


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Kommunikation
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